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Artikel aus dem "Grenz-Echo" vom 31.03.2005
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KuKuK lud Ostereierspürnasen in den Wald bei Köpfchen
Beute wurde zum Teil direkt vertilgt
Ostermontag - pünktlich um 15 Uhr hatte der Osterhase sein Werk getan und das Weite gesucht. 500 Ostereier und 10 KuKuKs-Eier waren im Schatten der Buchen und Birken rund um die Zyklopensteine versteckt. Wenige Minuten später strömten von allen Seiten die Ostereierspürnasen herbei.
Dazu Alice Loo, Vorsitzende der KuKuK VoG: "Der große Besucheransturm hat uns freudig überrascht. Der Ort erweist sich als ideales Terrain für die Suche, als gemütlicher Treffpunkt für Familien und als harmonische Begegnung von Mensch und Natur. Unser Ziel ist es, den Grenzübergang aufzuwerten und Köpfchen wieder als Ausflugs- und Naherholungsziel zu etablieren. In diesem Sinne halten wir die Osteraktion als jährliches Ritual an den Zyklopensteinen ab."
Große und kleine Menschen, junge und ältere machten sich gemeinsam auf die Suche im lichten und freundlichen Wald. Da das Aufspüren von schwierigen Verstecken bekanntlich Appetit weckt, wurde unterwegs so manches Ei direkt vertilgt. Kaum zu glauben, noch vor 17 Uhr waren nahezu alle Eier entdeckt. Wer sein Duzend im Korb hatte, den packte der Ehrgeiz ein KuKuKs-Ei zu finden. Die glücklichen Finder dieser besonderen Eier erhielten dank der großzügigen Spende von Jacques jeder eine ganze Kiste Schokolade.
Aber alle Schokoladenmäulchen kamen auf ihre Kosten. KuKuK hatte ein interessantes Ratespiel zur Historie des Ortes und seinen landschaftlichen Besonderheiten vorbereitet. Für jeden Teilnehmer gab es eine süße Belohnung. Gemeinsam überlegten Eltern mit ihren Kindern, was früher am Zoll kontrolliert wurde. Bei vielen Erwachsenen wurden Erinnerungen an die aufregende Schmuggelzeit war. Begriffe wie Harfenbuchen, Westwall, Landgraben, Grenzsteine, Höckerlinie... schwirrten durch den Wald. Es brauchte nur wenig Vorstellungskraft, um sich in längst vergangene Zeiten zurückzuversetzen.
Weitaus schwieriger zu beantworten waren die Fragen zu den Zyklopensteinen. Obwohl die rundlichen, von grünen Algen überzogenen Steinriesen ein beliebtes Ziel für Waldspaziergänge sind, weiß kaum jemand etwas über ihre Geschichte. Magisch und mystisch wirkt der Ort. Vielleicht wurden früher hier tatsächlich Zeremonien abgehalten. Die Steine sind jedenfalls keine Meteoriten, die vom Himmel gefallen sind. Laut des Aachener Geologen Manfred Vigener, sind es riesige Sand-Quarzbrocken der Endmoränen (Gletschergesteinsschutt), die in der Eiszeit auf dem zeitweilig aufgetauten Boden ins Rutschen gerieten. Sie sind so merkwürdig verstürzt liegen geblieben, wie man sie heute sehen kann. Äußerst kreative Assoziationen hatten die Kinder zu den Zyklopensteinen: Schweizerkäse, Monster, Schildkröte, Dinosaurierschädel, Riesenkreisel, Schwämme, Wale... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
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