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Goldene Wellenbrecher am Grenzübergang
Die Sonne strahlte am Sonntag mit den Dreibeinern um die Wette. Das Künstlerduo airformance, alias Christine Schwarting und Frank Schwiemann, beendete ihre mehrwöchige Installation im Grenzhäuschen Köpfchen mit einer Finissage. Die "atmenden" Stoffkörper wurden nun endlich aus dem kleinen Zollpavillon befreit und auf die Straße gesetzt, wo ihre goldene Farbe in wabernder Masse schon aus der Ferne leuchtete.
Neugierige Besucher stellten überrascht fest, wie weich und nachgiebig die prall aufgeblasenen Riesenobjekte waren. Ganz im Gegenteil zu den Wellenbrechern aus Beton, die im Küstenschutz eingesetzt werden. Airformance sieht die Installation "im Sinne einer friedvollen und freundschaftlichen Grenze, wo die Wogen geglättet werden sollten."
Bei Kaffee und Kuchen konnten die Besucher mehr über die Arbeit der beiden Künstler aus Kaarst erfahren, deren kinetische Leichtbauobjekte seit Jahren z.B. im Messebau oder der Raumgestaltung Einsatz finden. Airformance führt aber auch regelmäßig Kunstprojekte durch, wobei der Drachenbau einen besonderen Schwerpunkt setzt. Die freie künstlerische Arbeit ist ihnen sehr wichtig und befruchtet sicherlich auch das Alltagsgeschäft.
Höhepunkt des Tages war die Auktion von zwei kleinen Tripoden, deren Erlös airformance der "KuKuK V.o.G./e.V. - Kunst und Kultur im Köpfchen" spendete. Kerstin Schneemann aus Monschau und Anne Zachariae aus Hauset nahmen die kleinen Kunstwerke mit nach Hause. Die Familie Zachariae wird sich besonders freuen, denn der Sohn Anton schwärmte schon vor Wochen von den Dreibeinern, die aussehen "wie ein riesiges Klettergerüst, mit dem man kuscheln kann."
Mehr zu den Projekten von Kunst und Kultur im Köpfchen auf www.kukukandergrenze.org.
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